Ampelographischer Rundgang

     
  Wir bauen die traditionellen württembergischen Rebsorten an, die züchterisch ausgereift und dem heimischen Klima angepasst sind. Zwar gilt Württemberg als das Rotweinanbaugebiet in Deutschland, doch bei uns gedeiht, wie Sie sich selbst überzeugen können, auch ein    

Kommen Sie mit auf unseren Rundgang, bei dem wir uns zunächst den Weißweinen zuwenden.

Kerner:
Diese Rebe wurde 1929 von dem bekannten Rebenzüchter August Herold an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Obst- und Weinbau im nahen Weinsberg aus den Sorten Riesling und Trollinger gekreuzt. Der Kerner ergibt als Spätlese einen kräftigen, fruchtigen eher runden als von Säure geprägten Wein. Leichtere Weine erinnern mit höherem Säuregehalt an den Stamm- Elternteil Riesling.

 
           
    typischen württembergischen Spezialitäten. Bitte entnehmen Sie die notwendigen Informationen über Jahrgänge, Qualitätsstufen, Gebinde, Preise und Verwendungsempfehlungen der Seite “Weine” unserer Homepage oder unserer ständig aktualisierten Hauspostille “s' Weinblättle”, das wir Ihnen auf Anforderung gerne zusenden.
In diesem kleinen Kapitel kommen wir Ihnen “ampelographisch”, d. h. Rebsorten beschreibend, um Ihnen die zwangsläufig aufkommende Frage zu beantworten, was hab ich eigentlich im Glas?
   
         
  vortrefflicher Weißwein. Darüber hinaus pflegen wir Spezialitäten, wie Gewürztraminer, Kerner, Muskattrollinger und Samrot. Wir kreieren auch aus Trollinger- und Weißweintrauben den Schillerwein oder aus Spätburgunder den Weißherbst. Sie zählen auch zu den      
             
 
 
 
 
Riesling:
Der König der deutschen Weißweine. Fruchtig-spritzig bis elegant, von feiner Säure. Seine Herkunft ist ungewiß. Vermutlich aus Wildreben am Oberrhein ausgelesen. Um 1430 wird ein erster Riesling-Weinberg in Worms bekannt.
 
 
 
 

 

Gewürztraminer:
Spezialsorte für hochreife Bukettweine. Seine Heimat wird in Südosteuropa vermutet. Der Traminer könnte jedoch auch von mitteleuropäischen Wildreben abstammen. Bereits im Mittelalter wurde die Sorte in Südtirol angebaut, daher wohl auch der Name nach dem Ort Tramin. Die Weine verströmen Wildrosenduft von intensiver Würze. Als Auslesen können Sie auch als Apertif gereicht werden, kurzum ein Brilliantfeuerwerk edelster Fruchtaromen.

 

Führen wir unseren Sortenrundgang mit den Rotweinen, den typischen Vertretern des Weinlandes Württemberg fort.

 
             
 
 
 

Dornfelder:
Von August Herold 1955 aus den Rebsorten Helfensteiner und Heroldsrebe gekreuzt, die wiederum selbst Kreuzungen zweier Rebsorten sind. Ursprünglich als Deckwein gezüchtet, hat er sich heute als markanter, fruchtiger, blauschwarzer Rotwein etabliert. Benannt ist die Sorte nach Imanuel Dornfeld, “Cameralverwalter” zu Weinsberg, einer unter den bedeutensten Weinfachleuten des 19. Jahrhunderts.

Lemberger:
Rebsorte aus Österreich. Durch die Grafen von Neippberg, die zeitweilig in habsburgischen Diensten standen in unsere Gegend eingeführt, zumindest gefördert. Schwerer, erdiger, säurebetonter Rotwein mit langer Lagerfähigkeit, der auf unseren Böden zu dem herrlichsten Rotwein heranreift.

Muskattrollinger:
Seine Herkunft ist zwischen den Fachleuten strittig. Sicher ist, dass die Rebe ab der Mitte des 19. Jahrhunderts in englischen Gewächshäusern kultiviert wurde. Es könnte sich um eine Kreuzung aus Muskat of Alexandria und dem Trollinger handeln. Der Wein zeichnet sich durch ein kräftiges Muskataroma aus.

 
             
 
 
             
 
Samrot:
Mutation des Schwarzriesling, die von einem Heilbronner “Wengerter” (Winzer) namens Schneider entdeckt wurde. Die moderne Forschung ordnet den Samtrot als Klon dem Blauen Burgunder zu. Der Wein ist von rubinroter Farbe, warmtönig und von fruchtiger Säure. Die Fruchtaromen reichen von Brombeer- bis zu Nußaromen. Diese Sorte ist auf Württemberg begrenzt.
   
   
Schwarzriesling:
Die nahe Verwandtschaft zwischen Schwarzriesling und Samtrot erkennen Sie daran, dass es sich um eine Mutation des Blauen Burgunders handelt, der jedoch im Gegensatz zum Samtrot stark behaarte Blätter aufweist. Der Schwarzriesling gehört zu den Burgundersorten und stammt somit aus Frankreich. Er ergibt fruchtige Rotweine von dunkler Farbe und eignet sich auch zur Herstellung von Weißherbsten.
             
   
             
Trollinger:
Der Vertreter des württembergischen Rotweins, das Nationalgetränk des Viertele schlotzenden Schwaben schlechthin. Er ergibt frische, herzhafte Weine von roter Farbe. Zur Weißherbstherstellung eignet er sich ebenso, wie er auch als Tafeltraube geschätzt wird. Er stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum und kam über Südtirol nach Württemberg. Die Trauben erreichen oft eine impossante Größe, da sie großbeerig sind. So wurde 1869 auf der Gartenbauausstellung in Hamburg eine einzelne, zweieinhalb Kilogramm schwere Trollingertraube mit dem ersten Preis bedacht.
   
   
   
Spätburgunder:
Der Burgunder zählt zu den ältesten Kulturreben der Menschheit. In Frankreich Pinot Noir genannt. Er wird in Deutschland hauptsächlich in Württemberg und Baden angebaut. Auf unseren tiefgründigen Böden reifen vollmundige, körperreiche, an feines Bittermandelaroma erinnernde Rotweine. Auch Spätburgunder Weißherbst erfreut sich mit seiner vollmundigen Frische großer Beliebtheit.
 
             
  Wir hoffen, dass dieser Sortenrundgang für Sie informativ war und Sie sich gut unterhalten haben.
Am besten Sie besuchen uns bald.
 
             
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