"Übers Bodengfährtle"

     
 

Was hat ein Trittsiegel (schwäbisch "Dapper", deutsch Fußabdruck) des Mastodonsaurus, eines Lurchs aus der Keuperzeit, mit dem "Bodengfährtle" und schließlich mit dem Wein zu tun?

Jeder, der sich etwas in die Materie eingelesen hat merkt bald, dass der Wein nicht nur durch die Rebsorte und das Klima, sondern auch durch den Boden geprägt wird. Auch der Boden drückt der Rebe seinen Stempel auf, so dass über die Trauben der

 
Ellen Bräuninger - Winzermeisterin
     
             
    Bodencharakter im Wein seinen Ausdruck, seinen Geschmack findet. Wir betreiben unseren Weinbau auf Keuperverwitterungsböden. Keuper ist eine geologische Formation der Triaszeit, die ca. 200 Millionen Jahre zurückliegt. In dieser Zeit "latschte" (schlenderte) also jener Mastodonsaurus durch die sandigen Ablagerungen des Schilfsandsteins, der unsere Rebenhänge gleichsam "deckelt" und vor Erosion schützt. Wie er seine Trittsiegel im sandigen Terrain einstempelte, so geben die Böden ihre Mineralien und Spurenelemente über die Reben und die Trauben an den Wein weiter. Der Württemberger, als geborener Weinzahn, umschreibt dies mit dem liebevollen Wort des Bodengfährt'les. Die Fährte, die Spur also, die der Boden an die Rebe weitergegeben hat.      
             
  Jetzt wissen Sie wie Mastodonsaurusdapper und Weinbukett zusammenhängen.        
             
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